MdB Corinna Rüffer informiert sich über Zukunft des Garantiefonds Hochschule
Gemeinsam mit mehreren Praktikant*innen informierte sich Corinna Rüffer über die Arbeit des GF-H und die Erfahrungen aus der Praxis. Hintergrund ist die derzeit geplante Beendigung der Bundesfinanzierung zum Ende des Jahres 2026. Damit würde eine wichtige Unterstützung für junge Zugewanderte auf dem Weg in ein Hochschulstudium wegfallen.
Unsere Beraterin Franziska Krämer stellte die Arbeit des GF-H vor. Das Programm bietet unabhängige Bildungsberatung, unterstützt bei Fragen zu Anerkennung und Hochschulzugang und ermöglicht die Förderung studienvorbereitender Sprach- und Qualifizierungsmaßnahmen.
Die Caritas Trier ist seit mehr als zehn Jahren Teil dieses bundesweiten Beratungsangebots. Gemeinsam mit Bürosachbearbeiterin Vira Hein berichtete Franziska Krämer über die tägliche Arbeit und machte deutlich, welche Lücke ein Wegfall des Programms in der Region, aber auch bundesweit hinterlassen würde.
Wie nachhaltig diese Unterstützung wirken kann, zeigt ein Beispiel aus unserer Beratungspraxis: Ein ehemaliger Ratsuchender konnte mithilfe des GF-H seinen Bildungsweg in Deutschland fortsetzen und Medizin studieren. Heute arbeitet er als Arzt - und ist inzwischen sogar der Hausarzt eines unserer Abteilungsleiter.
Das Beispiel zeigt: Wenn Bildungswege ermöglicht und Potenziale genutzt werden, profitieren nicht nur die einzelnen Menschen, sondern auch Hochschulen, Arbeitsmarkt und Gesellschaft. Rund 75 Prozent der Studierenden aus der bundesweiten GF-H-Beratung entscheiden sich für MINT-Fächer - darunter Medizin und Ingenieurwissenschaften.
Im weiteren Austausch ging es auch um politische Handlungsmöglichkeiten und mögliche parlamentarische Schritte für den Erhalt des GF-H.
Wir danken Corinna Rüffer und ihren Praktikant*innen herzlich für den offenen und intensiven Austausch und insbesondere für das Interesse an der Arbeit des Garantiefonds Hochschule sowie die Bereitschaft, das Anliegen politisch weiter zu begleiten.